Sammlung Willy Burkhard

Willy Burkhard
Schweizer Komponist

geboren am 17.04.1900 in Leubringen/Evilard, Schweiz
gestorben am 18.06.1955 in Zürich, Schweiz

Beschreibung

Willy Burkhard studierte in Bern, Leipzig, München und Paris, bevor er am Konservatorium in Bern als Theorielehrer tätig wurde. Ab 1933 hielt er sich infolge einer Lungenerkrankung in Montana und Davos auf, bis er 1942 nach Zürich übersiedelte, wo er bis zu seinem Tod als Lehrer für Theorie und Komposition am Konservatorium wirkte. Zu seinen Schülern zählten u.a. Giuseppe G. Englert, Klaus Huber, Rudolf Kelterborn und Armin Schibler.

Anfang der 1950er Jahre / Fotograf unbekannt
Anfang der 1950er Jahre / Fotograf unbekannt

Burkhard steht im Ruf, zur künstlerischen Erneuerung insbesondere der geistlichen Musik in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wesentlich beigetragen zu haben, nicht zuletzt durch sein Oratorium Das Gesicht Jesajas (1934). Doch ist sein Schaffen von einer großen Vielfalt geprägt, die kammermusikalische, orchestrale und vokale Gattungen bis zur Oper umgreift sowie von der Gebrauchsmusik bis hin zu expressiv verdichteten Stücken im Spätwerk reicht, die sich mit neueren Kompositionstechniken auseinandersetzen.

Willy Burkhard, Rilke-Liederzyklus 2, op. 20,2 (1927), Nr. 1: «Ihr Mädchen seid wie Gärten», Partiturreinschrift
Willy Burkhard, Rilke-Liederzyklus 2, op. 20,2 (1927), Nr. 1: «Ihr Mädchen seid wie Gärten», Partiturreinschrift

Die Sammlung Willy Burkhard gelangte 1990 von der Witwe Marie-Luise Burkhard in die Paul Sacher Stiftung. Sie enthält, neben wenigen Skizzen und Entwürfen, die Partitur-Reinschriften zu den meisten Werken Burkhards, und zwar sowohl jene des 99 Nummern zählenden Werkkatalogs als auch die der Jugend- und Gelegenheitswerke. Daneben umfasst die Sammlung eine umfangreiche Korrespondenz sowie Textmanuskripte. Da Paul Sacher mehrere Werke Burkhards in Auftrag gab und uraufführte, befinden sich auch in dessen Sammlung mehrere Manuskripte des Komponisten.

Umfang

  • Musikmanuskripte: Skizzen und Entwürfe: 5 Werkdossiers
  • Musikmanuskripte: Reinschriften: ca. 120 Werkdossiers
  • Textmanuskripte: 1 Archivbox
  • Korrespondenz: 7 Archivboxen
  • Programme / Rezensionen: 2 Archivboxen
  • Tonträger: ca. 60 LPs
  • Bibliothek: ca. 40 Bände

Zeitraum

ca. 1921–1955

Chronologie

1990 Sammlungseingang

Verzeichnisse

Internes Mikrofilmregister in der PSS einsehbar
Interne Listen in der PSS einsehbar

Externe Links

Willy Burkhard-Gesellschaft: www.willyburkhard.ch

Update

20. November 2018