Sammlung Erik Oña

Erik Guillermo Oña
Argentinisch-schweizerischer Komponist und Dirigent

geboren am 20. November 1961 in Córdoba, Argentinien
gestorben am 14. September 2019 in Basel, Schweiz

Beschreibung

Aus der Hand von Erik Oñas Witwe, Helena Bugallo, erhielt die Paul Sacher Stiftung im Jahr 2022 einen umfangreichen Bestand von Dokumenten zum kompositorischen Schaffen Oñas als Geschenk. Die so entstandene Sammlung Erik Oña umfasst alle erhaltenen Manuskripte zu eigenen Werken, beginnend mit den ersten, noch in Argentinien uraufgeführten Stücken wie Viviendas propias (1985), Avatar (1988), Aspectos (1988) und Aspectos II (1991). Anhand der nun zugänglichen Skizzendossiers lassen sich wichtige Einzelwerke wie Tiger und Patriarch (1994), Euler Sonaten (2001) oder Das Gold des Rheins (2012) ebenso im Detail studieren wie die strukturellen Zusammenhänge innerhalb der dreiteligen, aus Jodeln (1996–99), Andere Stimmen (2003) und Lokaler Widerstand (2006) bestehenden Werkgruppe. Des Weiteren enthält die Sammlung Manuskripte zu Oñas Bearbeitungen (u. a. Stücke von Mahler, Mozart und insbesondere Conlon Nancarrow) sowie einen Bestand an Tonaufnahmen und Konzertprogrammen.

Erik Oña im Teatro Colón, Buenos Aires, 2017 (Foto Maximo Parpagnoli)
Erik Oña im Teatro Colón, Buenos Aires, 2017 (Foto Maximo Parpagnoli)

Das musikalische Wirken Erik Oñas umfasste neben dem eigenen Komponieren auch Dirigieren und Kompositionslehre. So begann er unmittelbar nach seinem Kompositions- und Dirigierstudium an der Universidad Nacional de La Plata (1982–88) am selben Ort selbst Komposition und Orchestrieren zu unterrichten (1988–93). Ähnlich verhielt es sich an seiner nächsten Station, der State University of New York at Buffalo, wo sich an sein Kompositionsstudium (1993–99 mit Promotion) wiederum eine Lehrtätigkeit in Komposition anschloss.

Erik Oña, Andere Stimmen (2003), Skizze
Erik Oña, Andere Stimmen (2003), Skizze

Weitere Gastprofessuren führten Oña an das Kunitachi College of Music in Tokio (Komposition und Computermusik, 1995/97/99) und an die University of Birmingham in England (Komposition, 2001–03). 2003 wurde er schließlich als Professor für Komposition und zugleich als Leiter des Elektronischen Studios an die Hochschule für Musik der Musik-Akademie Basel berufen, wo er bis zu seinem verfrühten Tod blieb.

Parallel dazu wirkte Oña – nicht nur an seinen Studien- und Lehrorten – als Dirigent verschiedener Ensembles und Orchester in Europa, Nord- und Südamerika. Dabei brachte er über 150 Werke zur Uraufführung, viele davon mit dem Kölner Thürmchen Ensemble, dem er seit 1996 als fester Dirigent angehörte.

Umfang

  • Musikmanuskripte: Skizzen, Entwürfe, Reinschriften zu eigenen Werken und Bearbeitungen
  • Fotos: kleiner Bestand
  • Filmmaterial: kleiner Bestand
  • Tonaufnahmen
  • Programme

Zeitraum

1985–2019

Chronologie

  • 2022 Sammlungseingang

Verzeichnisse

  • Interne Verzeichnisse in der PSS einsehbar

Interne Links

[keine]

Externe Links

Kurator/in / Archivar/in

Matthias Kassel / Heidrun Ziems

Update

18.12.2023